Jürgen Teipel
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Jürgen Teipel - Unsere unbekannte Familie
Jürgen Teipel
Unsere unbekannte Familie
Wahre Geschichten von Tieren und Menschen
Tiere denken, Tiere fühlen, Tiere sind erfinderisch und haben ein komplexes Seelenleben – und nicht selten versuchen sie, sich uns Menschen verständlich zu machen. Bisweilen gelingt dies, und wem dies einmal widerfahren ist, wird nicht nur für immer verändert, sondern hat eine Geschichte zu erzählen, die auch unseren Blick auf die Tierwelt verändern kann. Viele Menschen haben Jürgen Teipel ihre ganz besonderen Begegnungen erzählt – es sind frappierende, überraschende und anrührende Geschichten: so wie die von dem Eichhörnchen, das in einem Park an jemandem hochkrabbelt, ihn geradezu »adoptiert« und nicht mehr von ihm weichen will, selbst nicht unter der Dusche; oder die von dem sieben Meter langen Glattwalbaby, das einen Taucher zu einer Rutschpartie auf seinem Rücken einlädt; oder die von der einstmals wilden Katze, die bei der Rückkehr ihres Lebensmenschen nach langer Abwesenheit so außer sich gerät, dass sie tagelange Freudentänze aufführt; oder die von der sterbenskranken Frau, die Trost durch die empathische Begleitung eines Pferdes bekam.
Diese oft unglaublichen, doch wahren Geschichten – von Kühen mit Humor, von Pferden, die sich selbst heilen, von künstlerisch begabten Affen, verliebten Katzen und von Angst-Hasen, die über sich selbst hinauswachsen – handeln von Vertrauen, Mitgefühl, Freundschaft und, ja, auch von Liebe zu und unter den Tieren. In ihnen scheint für Momente die Grenze zwischen Mensch und Tier aufgehoben.
... Und dann rollte der Dachs sich wieder ganz fest ein und schlief weiter. Ganz langsam atmend. Und das hörte man. Und wenn man es eine Weile gehört hatte, verliebte man sich in ihn. Ich hätte ihm ewig zuhören können. Man hörte ihn schnarchen. Man hörte ihn träumen. Er träumte vom Essen.
(aus der Geschichte: "Gestreifter Stoiker")
... Wo immer meine Mutter hinging – zu den Indianern oder zu Doktor Ruez oder zur Sägerei von Papa: Der Ozelot kam mit. Manchmal sah sie ihn, manchmal nicht. Manchmal ging sie und wusste: Er ist irgendwo im Gebüsch. Und wenn sie ankam, war er plötzlich wieder neben ihr. Wie ein gefleckter Schatten.
(aus der Geschichte: "Gefleckter Schatten")
... Dann merkte ich, dass sich der Berglöwe wieder bewegt hatte. Er hatte sich ein paar Schritte näher herangepirscht. Und wieder war ich fasziniert von seinem Gang. Ich konnte sein Gewicht spüren. Wie konnte er da trotzdem so graziös, fast balletttänzerisch gehen? So fein, und doch so kraftvoll und mächtig. Wie konnte diese Kombination derart gelingen?
(aus der Geschichte: "Der Traum")
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